Mi, 13. Dezember 2017

Marktforscher:

31.08.2016 06:27

Bald haben die meisten PCs keine Festplatte mehr

Spätestens in zwei Jahren wird die Mehrzahl der verkauften Computer ohne Festplatte ausgeliefert. Das prognostiziert der Marktforscher TrendForce angesichts des zunehmenden Preisverfalls bei flotten SSD-Speichern, die der klassischen Festplatte als Massenspeicher zunehmend den Rang ablaufen.

Festplatten sind seit Jahrzehnten eine zentrale Komponente jedes PCs, haben aber den einen oder anderen Nachteil. Die Magnetscheiben sind nicht so flott wie Flash-Chips, anfällig für Erschütterungen und nicht gerade lautlos. Dem gegenüber steht im Moment noch ein besserer Preis pro Gigabyte Kapazität, weshalb viele PCs trotz allem mit Festplatte ausgeliefert werden.

Wie das IT-Portal "CNET" berichtet, könnte sich das allerdings rasch ändern. Der Marktforscher TrendForce glaubt, dass schon 2018 die Mehrzahl der PCs mit SSD statt Festplatte ausgeliefert werden wird, der SSD-Anteil also die 50-Prozent-Marke überschreiten wird. Im Moment liegt der Anteil der PCs, die mit einer SSD verkauft werden, noch bei einem Drittel. 2018 werden es 56 Prozent sein, glaubt TrendForce.

SSDs werden jedes Jahr erschwinglicher
Grund für die Dominanz der SSD: Waren Flash-Speicher mit ausreichend Kapazität für Betriebssystem, Programme und Daten früher für viele Nutzer zu teuer, sorgt der Preisverfall nun dafür, dass SSDs immer weiter in den Massenmarkt vordringen. Klar nutzen Menschen mit hohem Speicherplatzbedarf vorerst weiterhin klassische Festplatten als "Datengrab", als Systemplatte macht die flotte SSD aber eine deutlich bessere Figur.

Und die Preisunterschiede schmelzen: Kostete eine SSD 2012 noch fast einen US-Dollar pro Gigabyte, sank der Preis in den Folgejahren rapide. 2013 waren es 68 Cent pro Gigabyte, 2014 55 Cent und 2015 bereits 39 Cent. Dem Marktforscher DRAMeXchange zufolge dürften die Preise bis 2017 auf 17 Cent pro Gigabyte fallen. Immer noch elf Cent mehr als bei einer Festplatte, aber bei weitem nicht mehr so ein Riesenunterschied wie noch 2012.

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