Sa, 24. Februar 2018

Droht Enttarnung

15.06.2015 09:05

Möglicherweise Daten von CIA-Agenten erbeutet

Bei der Cyberattacke auf die Personalverwaltung der US-Regierung sind möglicherweise auch hochsensible Daten über Geheimagenten abgegriffen worden. Wie die "Washington Post" berichtete, laufen Ermittlungen zu zwei Angriffen auf die Datenbank der Personalverwaltung OPM, die "sehr sensible" Informationen enthalte. Da die Datenbank möglicherweise auch Angaben über CIA-Agenten enthalte, könnten diese enttarnt werden.

Dem Bericht nach sind in der Datenbank der OPM Informationen über das Privatleben und die Finanzlage von Regierungsmitarbeitern, ihre Familie, Freunde, Nachbarn und Auslandskontakte gespeichert. "Die offene Frage ist, ob es auch CIA-Leute treffen wird", sagte ein US-Regierungsvertreter der "Washington Post". "Das wäre eine Riesensache. Sie könnten dann beginnen, Identitäten aufzudecken."

Einem Sprecher des OPM zufolge werde noch geprüft, wie viele Menschen von dem Angriff betroffen seien und ob Informationen entwendet wurden. Die US-Regierung hatte vor wenigen Wochen von persönlichen Daten von bis zu vier Millionen aktiven und ehemaligen Regierungsangestellten gesprochen, die bei dem Cyberangriff abgegriffen wurden.

Angreifer aus China?
Informationen, wonach der Cyberangriff von China aus ausgeführt wurde, wollte der OPM-Sprecher nicht bestätigen. Für James Lewis vom Politikinstitut CSIS in Washington deutet aber viel auf den chinesischen Geheimdienst hin. "Es ist normal für große Geheimdienste, große biografische Datenbanken zu ihren Gegnern anzulegen", sagte Lewis der Nachrichtenagentur AFP. Die Analyse riesiger Mengen persönlicher Daten sei für Geheimdienste ähnlich wie für Unternehmen von großem strategischem Vorteil.

Auch Ryan Kazanciyan von der Sicherheitsfirma Tanium hält die Daten im Hinblick auf Spionage für "unglaublich wertvoll". Sie könnten etwa für gezielte Phishing-Angriffe per E-Mail oder für Erpressung und unter Umständen auch zur Aufdeckung von Geheimagenten benutzt werden. Laut John Dickinson von der Sicherheitsfirma Denim Group seien die Daten zudem hilfreich, wenn ein Geheimdienst Beamte suche, die er als Agenten rekrutieren könne.

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