Di, 12. Dezember 2017

Ausfallstatistik

27.01.2015 12:15

Test zeigt: Diese Festplatten sind am sichersten

Welche Festplatte ist am sichersten? Dieser Frage ist der Online-Speicherdienst BackBlaze in einem umfangreichen Praxistest nun nachgegangen. Das Unternehmen setzte rund 40.000 aktuelle Festplattenmodelle innerhalb seines Rechenzentrums für die Bereitstellung seiner Dienste ein. Die Ausfallstatistik zeigt überraschend starke Abweichungen in der Ausfallsicherheit unterschiedlicher Hersteller und Festplattenmodelle.

Als ausgefallen bzw. defekt wurden Datenträger gekennzeichnet, die nicht mehr starteten bzw. nicht mehr vom Betriebssystem erkannt wurden. Ebenfalls als defekt ausgemustert wurden einem Blogeintrag zufolge Festplatten, deren sogenannte SMART-Werte einen bestimmten Grenzbereich überschritten, sowie Festplatten aus einem RAID-Verbund, die als asynchron nicht mehr akzeptiert wurden.

Festplatten mit vier Terabyte sicherer als mit drei
Das Ergebnis: Die vier Terabyte großen Festplatten von HGST - einem Tochterunternehmen des Festplattenherstellers Western Digital, das vormals zu Hitachi gehörte - schnitten mit einer beeindruckend niedrigen Ausfallquote von 0,5 Prozent ab. Von 3.103 eingesetzten Datenträgern zeigten demnach während des neunmonatigen Dauerbetriebs gerade einmal 16 Festplatten Ausfallerscheinungen.

Am schlechtesten schnitten im Praxistest dagegen die drei Terabyte großen Festplatten von Seagate ab. Von 1.164 Festplatten mussten über 500 Exemplare aufgrund von Problemen aus dem operativen Betrieb entfernt werden. Das entspricht einer Ausfallrate von 43,1 Prozent. Ganz anders hingegen die Vier-Terabyte-Platten des Herstellers. Hier liege die jährliche Ausfallquote lediglich bei 2,6 Prozent, so BackBlaze.

Noch keine Zahlen zu 6-Terabyte-Platten
Über das Durchhaltevermögen von Festplatten mit sechs Terabyte Fassungsvermögen maßt sich das Unternehmen indes noch kein exaktes Urteil an. Man habe gerade erst mit der Umstellung einer geringen Anzahl von Festplatten mit vier auf Geräte mit sechs Terabyte begonnen und benötige daher noch größere Stückzahlen und längere Laufzeiten, um zuverlässige Zahlen zu liefern.

Umgang durch Nutzer entscheidend
Bis dahin, so das Fazit von BackBlaze, komme, wer eine gute Festplatte zum guten Preis suche, an den Vier-Terabyte-Modellen von HGST und Seagate nur schwer herum. Die Datenrettungsspezialisten von Datarecovery weisen in diesem Zusammenhang per Aussendung allerdings darauf hin, dass es beim typischen Datenverlust nicht nur auf die Verarbeitungsqualität durch den Festplattenhersteller, "sondern vor allem auf den Umgang mit und die Verwendung der Festplatte durch den Kunden" ankomme.

Ein Datenverlust werde in der Regel durch äußere Einwirkungen zum Beispiel durch Herunterfallen, Umkippen, Überspannungsschäden oder auch Feuchtigkeitsschäden verursacht. Ein Ausfall aufgrund von Verarbeitungsfehlern trete selbstverständlich auch als Ursache für einen Datenverlust in Erscheinung, jedoch deutlich seltener, so das Unternehmen.

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