So, 19. November 2017

Laut ja, gut na ja

03.01.2015 07:45

Bluetooth-Lautsprecher von Toshiba im Test

Mit dem Lautsprecherwürfel TY-WSP52EU und dem rechteckigen Pendant TY-WSP54EU steigt Toshiba in den boomenden Markt für mobile Bluetooth-Lautsprecher ein. Was die – O-Ton Hersteller – "schicken Bluetooth-Lautsprecher im Retro-Look für zu Hause" können und, viel wichtiger, wie sie klingen, klärt der Test.

Ein Blick in die Regale der Elektronikmärkte offenbart es: Mobile Bluetooth-Lautsprecher erfreuen sich dank Smartphone und Tablet zunehmender Beliebtheit. Die tragbaren Speaker gibt es mittlerweile in allen erdenklichen Formen, Farben und Preisklassen. Die beiden Toshiba-Modelle TY-WSP52EU und TY-WSP54 sollen dem Hersteller nach vor allem aufgrund ihres "edlen Designs" aus der Masse der Mitbewerber herausstechen: Statt in Gummi, Plastik oder Aluminium sind die Toshiba-Lautsprecher in wahlweise weißes, schwarzes oder walnussbraunes Holz-Furnier verpackt. Damit machen sie zumindest im Billy-Regal eine gute Figur und fügen sich recht harmonisch, sprich unauffällig, in hölzerne Zimmerlandschaften ein.

Auffällig: Sowohl der kleinere Lautsprecherwürfel TY-WSP52EU als auch der rechteckige und leistungsstärkere TY-WSP54EU verfügen an ihrer Unterseite über keinerlei Rutschhemmer etwa in Form von Gummi-Noppen. Die Befürchtung, dass die beiden Lautsprecher deshalb insbesondere bei hohen Lautstärken zu hüpfen beginnen und sich verselbstständigen könnten, erweist sich jedoch als unbegründet. Auf leicht abschüssigen bzw. schrägen Oberflächen haften die Lautsprecher allerdings nicht.

Ein ziemlicher K(r)ampf
In puncto Bedienung gibt es bei beiden Geräten keinerlei Unterschiede – was allerdings nicht gerade als Kompliment zu verstehen ist. Denn das innere von zwei kreisförmigen Bedienfeldern auf der Oberseite der Boxen lässt sich nur schwerfällig und somit mühsam bedienen. Zudem ist der Abstand zwischen dem inneren Kreis (Vor und Zurück, Gesprächsannahme) und dem äußeren (Lautstärke, Wiedergabe) derart gering, dass man etwa beim Versuch, den nächsten Song auszuwählen, versehentlich die Lautstärke verändert.

Besser dran ist also, wer die Boxen drahtlos über sein Mobilgerät steuert. Beide Lautsprecher verfügen zu diesem Zweck über Bluetooth 3.0, die Koppelung erfolgt unkompliziert mittels NFC. Alternativ lassen sich beide Boxen über den AUX-Eingang auf der Rückseite auch per Kabel beispielsweise von einem MP3-Player ansteuern.

Was die beiden Toshiba-Speaker nun außer Größe (72 x 72 x 72 versus 130 x 96 x 71 Millimeter) und Gewicht (273 versus 620 Gramm) voneinander trennt, ist in erster Linie die Ausgangsleistung: Kommt der kleinere TY-WSP52EU nur auf eine Ausgangsleistung von zwei Watt, tönt der größere TY-WSP54EU mit zwei Mal fünf Watt. Dementsprechend größer ist auch der Akku des TY-WSP54EU: Seine Nennladung beträgt 1.600 Milliameperestunden und damit das Vierfache seines kleineren Bruders (400 mAh).

Zehn bis 13 Stunden Wiedergabezeit
Größerer Akku bedeutet in diesem Fall aber nicht auch längere Ausdauer: Der TY-WSP54EU kommt beim Bluetooth-Streaming auf halber Lautstärke auf bis zu zehn Laufzeit, der kleinere TY-WSP52EU hingegen auf bis zu 13 Stunden. Seine Ladezeit ist zudem mit zwei Stunden eine Stunde kürzer als jene des TY-WSP54.

Laut ja, gut na ja
In klanglicher Hinsicht wiederum hat der größere der beiden Toshiba-Lautsprecher erwartungsgemäß bei den Bässen die Nase vorn, wenngleich sich der Kleinere ebenfalls nicht zu verstecken braucht: Einen mittelgroßen Raum im Alleingang zu beschallen, ist für ihn kein Problem. Laut können also beide Modelle, der Klang bleibt dabei allerdings auf der Strecke. Ist der Sound bei normaler Lautstärke durchaus noch als gut, wenn auch etwas zu mittig zu bezeichnen, beginnt er bei höheren Lautstärken unschön zu verzerren.

Fazit: Toshibas Bluetooth-Lautsprecher TY-WSP52EU und TY-WSP54EU liefern vor allem viel, aber nicht unbedingt guten Klang. Aufgrund ihrer Schwäche insbesondere bei hohen Lautstärken taugen sie zwar für die Beschallung einer Partymeute, qualitativ hochwertigen Klanggenuss dürfen sich Audiophile jedoch nicht versprechen. Abzüge gibt es zudem in puncto Bedienung für das schwergängige Bedienfeld. Angesichts des vergleichsweise günstigen Anschaffungspreises von 49 bzw. 79 Euro haben die beiden Lautsprecher jedoch einen Hörversuch verdient.

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