Di, 17. Oktober 2017

In der Hosentasche

03.02.2014 10:10

iPhone-Explosion: Schülerin erleidet Verbrennungen

Im US-Bundesstaat Maine hat sich eine Schülerin Verbrennungen zugezogen, als das iPhone in ihrer Hosentasche Feuer fing. Dem beherzten Eingreifen der Mitschüler ist es zu verdanken, dass sich die 13-Jährige "nur" leichte Brandwunden am Oberschenkel zuzog. Sie wurde mit Verbrennungen ersten und zweiten Grades ins Krankenhaus eingeliefert, durfte es aber noch am gleichen Tag verlassen.

Wie der Direktor der Kennebunk Middle School, an der sich das Unglück ereignete, im Gespräch mit ABC News zu Protokoll gibt, habe die Schülerin zunächst einen Knall gehört. Anschließend sei Rauch aus ihrer Hosentasche aufgestiegen.

Mitschüler eilten ihrer Kollegin zu Hilfe
Zwei Mitschüler seien der 13-Jährigen zu Hilfe geeilt und hätten ihr aus der Hose geholfen, andere Schüler einen Feuerlöscher und Lehrkräfte geholt. Als Klassenkameraden der Schülerin aus ihrer Hose halfen, sei das brennende iPhone aus der Tasche gefallen, so der Direktor.

Die schockierte Schülerin wurde nach dem Zwischenfall mit Brandwunden ersten und zweiten Grades ins Krankenhaus eingeliefert. Dort konnte jedoch schon nach kurzer Zeit Entwarnung gegeben werden. Die Schülerin wurde nach der Behandlung nach Hause geschickt.

Ähnliche Vorfälle kürzlich auch in der Schweiz und in Tirol
Es ist der jüngste Zwischenfall einer langen Serie von Handybränden und Smartphone-Explosionen. Erst vor wenigen Monaten war eine junge Schweizerin in einen ähnlichen Unfall verwickelt, bei dem sie sich ebenfalls Verbrennungen am Oberschenkel zuzog. In diesem Fall explodierte ein Samsung-Smartphone in der Hosentasche der jungen Frau (siehe Infobox).

Und in Tirol sorgten kürzlich Berichte über eine Smartphone-Explosion am Wickeltisch für Aufsehen. Die Besitzerin des explodierten Smartphones berichtete von einem lauten Knall, nach dem eine Stichflamme aus ihrem Samsung-Smartphone schoss (siehe Infobox).

Lithium-Ionen-Akkus bergen Explosionsrisiko
Verantwortlich für die Flammen dürfte in allen genannten Fällen ein schadhafter Lithium-Ionen-Akku gewesen sein. Zwar sind Zwischenfälle wie nun jener in Maine selten, gelegentlich kann es aber vorkommen, dass ein Smartphone-Akku überhitzt, sich blitzartig ausdehnt und dabei das Handy in Brand setzt oder gar zur Explosion bringt.

In der Vergangenheit sind immer wieder Dritthersteller-Akkus in Verdacht geraten, solche Vorfälle auszulösen. Beim iPhone des jungen Mädchens dürfte das aber nicht der Fall gewesen sein, verbaut Apple seine Akkus doch fix, was einen Austausch gegen einen billigen No-Name-Akku massiv erschwert.

iPhone-Akku blähte sich auf wie Ballon
Dass es auch originale Apple-Akkus treffen kann, zeigen zudem Meldungen aus der Slowakei. Erst vergangene Woche berichtete dort der Blogger Jaromír Miko, dass sich der Akku (siehe Bilder) bei seinem iPhone 3GS dermaßen ausgedehnt habe, dass er nun einem kleinen Ballon gleiche.

Explodiert ist der Akku in diesem Fall glücklicherweise nicht, die Gefahr dürfte angesichts des aufgeblasenen Kissens, das einmal ein Akku war, aber definitiv gegeben gewesen sein. Mikos Fotos zeigen: Im aufgeblähten Zustand ist der Akku nun höher als ein ganzes iPhone. Hätte sich die Stromversorgung binnen kürzester Zeit ausgedehnt, wäre wohl eine Explosion die Folge gewesen.

Gefahr geht unterdessen nicht nur von Lithium-Ionen-Akkus aus, sondern auch von Billigladegeräten. Nachdem vergangenes Jahr mehrere Menschen durch Smartphone-Stromschläge verletzt wurden, ist das Vertrauen gegenüber No-Name-Netzteilen im Keller. Die Untersuchung eines britischen Bloggers hat deren Gefährlichkeit mittlerweile bestätigt (siehe Infobox).

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