Mo, 20. November 2017

Kostenschock

23.09.2011 12:14

Handy: Jeder vierte Kunde überschreitet Paketlimit

Jeder vierte Handykunde hat schon einmal sein Paketlimit überschritten - und wurde dafür kräftig zur Kasse gebeten. Trotzdem gehen die Umsätze der vier Handynetzbetreiber stetig zurück, wie aus den Zahlen der Telekom-Regulierungsbehörde RTR hervorgeht. Lagen die Umsätze im Gesamtmarkt 2007 noch bei rund 3,5 Milliarden Euro, sind sie vier Jahre später auf knapp zwei Milliarden Euro gesunken. Alleine gegenüber dem Vorjahr gibt es einen Umsatzrückgang von 9,5 Prozent.

Wie stark die Kommunikationskosten gesunken sind, zeigt ein Vergleich der vergangenen 15 Jahre. Inflationsbereinigt zahlten Kunden damals 42 Euro im Monat für Festnetztelefonie. Nun zahlen sie 36 Euro für Festnetz, Handy und fixes sowie mobiles Internet zusammen, rechnete die Statistik Austria vor. Mehr Services bieten aber auch mehr Möglichkeiten für Kostenexplosionen. Alleine von 2009 auf 2010 ist die Zahl der Schlichtungsfälle bei der RTR um ein Viertel gestiegen. In 84 Prozent der Fälle zahlten die Kunden den vollen Rechnungsbetrag.

Orange startet Kostenschutz
Dem Rechnungsschock für die Kunden will Orange ein Ende setzen und ab kommendem Montag einen "einzigartigen Kostenschutz" anbieten, verspricht Unternehmenschef Michael Krammer. Kunden mit Tarifen, die ab 15. Mai dieses Jahres auf den Markt gebracht wurden (Supernet-, Business-Unlimited- und All-in-Tarife), sowie Neukunden haben den neuen Kostenschutz automatisch inkludiert, wer schon länger bei Orange ist, zahlt nach einer dreimonatigen Testphase 1,50 Euro je Monat.

Der Kostenschutz umfasst eine Warn-SMS sowie ein gedrosseltes Internet bei Datenlimitüberschreitung. Sollte der Kunde einen Tarif ohne Datenvolumen haben, surft er von Beginn an kostenlos und mit einer reduzierter Geschwindigkeit von maximal 64 Kbit/s. Mit der Auflade-Funktion sollen Kunden zudem per SMS günstige Freimengen dazukaufen können, bevor höhere Kosten entstehen, so Krammer am Freitag vor Journalisten.

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