Mo, 19. Februar 2018

Gerne süß und fett

29.04.2011 17:57

"Steinzeitwissen" kann beim Abnehmen helfen

Bunt bestückte Supermarktregale, prall gefüllte Tiefkühlboxen, Familien-Großpackungen – wir Österreicher leben im Schlaraffenland der Kalorien. Was das Herz begehrt, landet zuerst im Einkaufswagen, dann am Tisch und später an Bauch und Po. Bei Vorlieben spielt die Steinzeit eine Rolle – so nützt du dieses Wissen zum Abnehmen.

Besonders Fett und Zucker haben es uns angetan. Sie verstecken sich in Wurst und Käse, Croissants, Keksen, in Fertigprodukten, etc. Darüber freuen sich die Fettzellen im Körper, blähen sich immer weiter auf und verlangen nach "mehr".

Bereits seit Urzeiten findet der Mensch die Kombination aus süß und fett unwiderstehlich. Damit konnten bereits unsere Vorfahren ihre Energiespeicher füllen, um auch wochenlange Hungerperioden zu überleben. In der westlichen Welt kennen wir aber kaum mehr Hunger, im Gegenteil. Die Vorliebe für Süßes haben übrigens bereits Babys. Ihre erste köstliche Nahrung, die Muttermilch, hat einen hohen Anteil an süßem Milchzucker (Laktose). Daher verbindet jeder "süß" mit dem wohligen Gefühl von Geborgenheit.

Nur hin und wieder süß und fett
Kein Mensch ist – biologisch betrachtet – für unsere moderne, bewegungsarme und zucker- bzw. fettreiche Lebensweise geschaffen. Zwar hat sich das Gehirn seit der Altsteinzeit vergrößert, für die notwendigen Stoffwechselanpassungen an den modernen Lebensstil war die Periode jedoch zu kurz. Aus evolutionärer Sicht sind wir daher nach wie vor dafür gemacht, pro Tag bis zu 20 Kilometer zu gehen und nur hin und wieder süß und fett zu essen.

Damit der Mensch in der Steinzeit überhaupt überleben konnte, entwickelte sein Stoffwechsel ein Sparprogramm. Es wurde (und wird) eingeschaltet, sobald das Essen verdaut war und kein Nachschub erfolgte. Der Körper verbraucht dann kaum Energie. Ist wieder reichlich Nahrung vorhanden, wird umso mehr davon "eingelagert" – bekannt als Jo-Jo-Effekt.

Das Fettspeichern liegt also in den Genen. Ebenso wie das Bedürfnis nach Bewegung. Im Laufe der Jahrtausende entwickelte sich so ein biologisches Programm zur Sicherung der eigenen Art. Es bürgt für optimale Abläufe im Körper, aber nur wenn man sich nach steinzeitlichen Maßstäben bewegt und isst.

Abends am besten Fisch oder Fleisch
Versuch daher wie die Sammler und Jäger von früher zu leben. So gelingt es: Iss morgens und mittags wie ein Sammler und setz auf fettarme, pflanzliche Kost. Heute würde man diese kohlenhydratreiche, fettarme Ernährung als "Low-Fat" bezeichnen.

Abends ernährst du dich wie eine Jäger mit kohlenhydratarmer und eiweißreicher Kost aus Fleisch und Fisch. In unseren Breiten würde man sagen: Dein Stoffwechsel braucht einen "Chill-down". Mit Low-Carb (also wenig Kohlenhydraten) gelingt das leicht.

Sorge für ausreichend Bewegung – schließlich haben auch unsere Vorfahren viele Kilometer am Tag zurückgelegt. Wer abnehmen möchte, ist mit Ausdauersport (z. B. Schwimmen, Laufen, Walking, Radfahren) bestens beraten.

Etwa 30 Minuten drei bis fünf Tage die Woche solltest du dir dafür Zeit nehmen. Durch Sport setzt die Fettverbrennung früher ein. Das ist besonders vor der abendlichen Low-Carb-Mahlzeit von Vorteil.
Wie in der Steinzeit sollte auch der Stressabbau am besten durch Bewegung erfolgen.

von Mag. Monika Kotasek-Rissel, Kronen Zeitung

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