Do, 19. Oktober 2017

Nur nicht wegwerfen

15.11.2010 13:16

So viel kannst du aus deinem alten PC herausholen

Was tun mit einem alten PC? Eines ist sicher: Nur nicht wegwerfen, schließlich lässt sich selbst aus alten Geräten noch einiges herausholen. krone.at erklärt, wie du den Oldies unter den Rechnern neues Leben einhauchst.

Als einfachen Media-PC verwenden
Ein älteres System kann zwar nicht mit einem brandneuen Media-PC mithalten, ist aber viel günstiger und kann dennoch viel Freude bereiten. Wer keinen zusätzlichen Monitor im Wohnzimmer aufstellen möchte, sollte sich eine Grafikkarte besorgen, die über einen zum Fernseher - oder Video-/DVD-Player - passenden Anschluss (VGA, DVI, HDMI oder SCART) verfügt. Ein Besuch im Elektronikfachhandel mit genauer Typenbezeichnung der Geräte ist die beste Möglichkeit, das richtige Equipment zu erhalten. Hilfreich ist oft auch ein Digitalfoto mit den Kabelanschlüssen der Geräte.

Mit den nötigen Kabeln ausgestattet, kann der alte PC an den Fernseher angeschlossen werden und zukünftig als Media-PC dienen, der die gesamte Musiksammlung, Videos und Fotos abspielt. Ist er ans Internet angeschlossen, können auch Abertausende Online-Radios und TV-Programme über das Internet - unabhängig von Sendezeiten - genutzt werden (siehe Infobox). Die Investition in eine entsprechende Grafikkarte kann sich also lohnen.

In ein Heimnetzwerk verwandeln
Wer es satt hat, seine Daten per USB-Stick zwischen Laptop und PC hin- und herzutransportieren und von allen Rechnern des Hauses aus den Drucker benutzen möchte, kann einen alten PC in ein Heimnetzwerk mit zentraler Festplatte verwandeln. Zahlreiche Anleitungen für verschiedene Bedürfnisse finden sich im Internet. Der alte PC kann auch als Proxy-Server, von dem aus alle Rechner auf das Internet zugreifen, verwendet werden - dies ist allerdings nur bedingt zu empfehlen, da der alte PC dann immer eingeschaltet sein muss, um mit einem anderen online zu gehen. Das Gleiche gilt natürlich für die Verwendung als Netzwerkfestplatte, diese wird allerdings vermutlich seltener benötigt. Auch möglich ist die Einrichtung des alten PCs als externe Firewall oder Router, was zusätzlichen Schutz vor Cyber-Attacken bietet - dies ist ohne Hilfe vom Computerspezialisten jedoch nicht anzuraten.

Zu Testzwecken einsetzen
Sind auf einem alten PC keine wertvollen Daten zu finden, so lässt sich dieser hervorragend zu Testzwecken einsetzen. Nützlich ist das vor allem, wenn man einen Rechner "sauber" halten, also so wenig Installationsprozesse wie möglich darauf durchführen möchte, um ihn nicht zu verlangsamen. Das ist zum Beispiel bei PCs für moderne Spiele, die viel Rechenleistung benötigen, eine gute Idee. Wer dennoch ein Programm oder Betriebssystem wie Linux ausprobieren möchte, kann dies auf dem alten Computer erledigen. Die strikte Trennung zwischen PC für den Internetzugang einerseits und Spiele- oder Datenspeicherrechner andererseits kann auch helfen, wenn ein Virus per E-Mail eintrudelt: Selbst wenn er das alte System angreift, sind wichtige Dateien und Spiele auf dem neuen PC sicher.

Alte Spiele wiederentdecken
Gamer der älteren Generation können auf ebenso nicht mehr ganz taufrischen Geräten ihre Lieblingsspiele der Vergangenheit aufleben lassen. Während viele dieser Oldies auf neuen Betriebssystemen wie Windows 7 oder Vista nicht mehr lauffähig sind, lässt sich zu diesem Zweck schnell die Windows-98-CD herauskramen und so ein neuer alter Spiele-PC aufsetzen.

Einzelteile kaputter und alter PCs wiederverwenden
Auch wenn ein alter Computer nicht mehr läuft - einzelne Teile können weiterhin funktionstüchtig und nützlich sein. Daher sollten auch alte Rechner nicht einfach aufgegeben werden. Wer die Möglichkeit hat, sollte die Einzelteile daher in einem anderen Gerät einsetzen und überprüfen. Zumindest die Festplatte sollte diesem Test unterzogen werden, wenn sich auf ihr wichtige oder liebgewonnene Dateien befinden. Auch DVD-/CD-Laufwerk und das Gehäuse sowie Netzteil können oft wiederverwendet werden.

Alte Festplatte extern verwenden
Passend zum vorigen Punkt ist vielen Nutzern oftmals nicht bewusst, dass sie eine integrierte Festplatte auch in eine externe verwandeln können. Dazu ist ein passendes Gehäuse nötig, das am besten mit der genauen Bezeichnung der Festplatte (inklusive Zentimeter- und Zoll-Angabe) im Elektronikfachmarkt besorgt wird.

Innerhalb der Familie weitergeben
Während ein älteres PC-Modell dem Nachwuchs als Spieleplattform möglicherweise nicht mehr ausreicht, kann es zum Abrufen von E-Mails und Websurfen weiterhin nützlich sein. Auch für die Verwendung von Office-Programmen in Beruf, Schule und Ausbildung ist ein in die Jahre gekommenes Modell meist ausreichend. Um mehr Leistung herauszuholen, sollte der Rechner neu aufgesetzt werden.

Verkaufen oder verschenken?
Diese Frage lässt sich pauschal natürlich nicht beantworten - in jedem Fall gilt jedoch: Festplatte mehrfach gründlich löschen! Beim Verkauf gilt, dass ein gebrauchter PC in den meisten Fällen nur wenig Geld einbringt. Besser als im Gesamtpaket lassen sich meist die einzelnen Komponenten verscherbeln. Dazu ist es allerdings nötig, zumindest grundlegend über das Innenleben eines PCs Bescheid zu wissen. Laptops und Netbooks bringen im Vergleich etwas mehr ein, doch auch hier sollte man sich vorher online informieren, wie viel verlangt werden kann.

Die weniger lukrative, aber meist einfachere und sozialere Methode ist, im Freundes- und Bekanntenkreis nach Interessenten Ausschau zu halten. Ältere Personen, kinderreiche Familien, Schulen und Kindergärten, Nachhilfe- und Integrationszentren, soziale und kirchliche Einrichtungen - zahllose Personen und Institutionen freuen sich über einen geschenkten PC, auch ein älteres Modell!

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