So, 20. Mai 2018

Bruckner Orchester

01.05.2018 10:00

Linzerin zieht bei England-Tournee alle Register

Magdalena Hasibeder zieht bei der England-Tournee vom Bruckner Orchester Linz die Register. Die junge Organistin bekommt es immer wieder mit neuen Orgeln zu tun, auf die sie sich einstellen muss: „Jedes Instrument ist anders“, sagt sie. Dafür muss sie ein paar Stunden vor einem Konzert schon probieren und sich einstimmen.

Es ist jedes Mal mit Neugierde verbunden, wenn sich die Linzerin Magdalena Hasibeder (36) an eine Orgel setzt: „Natürlich kenne ich jeden Typus, wie hier die große Konzerthaus Orgel“, sagt sie. Aber dennoch: „Jedes Instrument ist anders, und darum muss ich mich auf die Dynamiken einregistrieren.“ Nicht nur die Länge der Pfeifen, sondern auch der Zustand einer Orgel und der Raum, der sie umgibt, beeinflussen den Klang.

Orgel auf Tour
Hasibeder ist nicht ständiges Mitglied des Bruckner Orchesters. Aber weil Gustav Mahlers zweite Sinfonie eine Orgel vorsieht, ist die Absolventin der Bruckner Universität bei der Tour dabei: „Wir wissen nur, dass zwei von sechs Konzertsälen gut ausgestattet sind.“ An allen anderen bleibt es eine Überraschung, ob die Orgel spielbar bzw. ob sie überhaupt vorhanden ist: „Zur Sicherheit führen wir ein elektronisches Instrument mit, das rasch aufgebaut werden kann.“ Das wird auch in der Cadogan Hall in London am Donnerstag zum Einsatz kommen.

Gigant mit Gästen
Das Hauptprogramm der Tournee ist Gustav Mahlers „Auferstehungssinfonie“, ein großes Werk mit 90 Minuten. Es ist nicht nur musikalisch gigantisch, sondern auch in der Inszenierung. Zum großen Orchester kommen ein Chor, zwei Sängerinnen und zusätzliche Musiker. Die Chöre kommen aus England: „Das ist bewusst so“, sagt Markus Poschner. Mehr als 100 Sänger hätte man nicht mitnehmen können und so erreicht man eine gute Anbindung an die britischen Gastgeber.

Kurze Probe vorher
Auch zusätzliches Schlagwerk, Horn und Trompete, die während des Konzerts zweimal wie ferne Turmbläser von Außen erklingen, werden von Briten gespielt: „Es ist faszinierend, wie wir mit nur eineinhalb Stunden Proben vor einem Konzert diese Musiker und uns zusammen schweißen“, so Poschner.

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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