So, 22. April 2018

„Krone“-Ombudsfrau

04.04.2018 07:00

Jahreskarte für Hund kostet Salzburgerin 1008 Euro

Nein, es ist kein verspäteter Aprilscherz: Zusätzlich zu ihrer Jahreskarte um 675 Euro muss eine Salzburgerin das 1,5-fache ihres Ticketpreises lockermachen, wenn sie ihren Hund ein Jahr lang mit der Lokalbahn mitnehmen möchte! Der zuständige Salzburger Verkehrsverbund verspricht nun eine baldige Änderung ...

Während der Woche pendelt Angela T. mit der Salzburger Lokalbahn in die rund 25 Kilometer entfernte Stadt Salzburg zur Arbeit. Für ihr Jahresticket zahlt sie 675 Euro. Seit sechs Monaten begleitet sie dabei auch ihr Hund „Pauli“. Doch ihn kann die Leserin mit ihrer Jahreskarte nicht einfach für einen günstigen Aufpreis oder gar, wie beispielsweise in Wien, gratis mitnehmen. Vielmehr kostet das Ticket für den Vierbeiner 84 Euro pro Monat, also 1008 Euro (!) im Jahr.

„Für den 1,5-fachen Preis meiner Jahreskarte erhält ,Pauli‘ nichts als einen Platz zu meinen Füßen“, ist Frau T. verärgert. Ihre bisherigen Beschwerden und Anregungen bei den verantwortlichen Verkehrsunternehmen, den hohen Hunde-Tarif zu überdenken, waren bisher erfolglos. „Momentan fühle ich mich als Jahreskartenbesitzerin nicht fair behandelt. Ich hoffe aber auf ein baldiges Umdenken der Verantwortlichen“, wandte sich Frau T. schließlich an die Ombudsfrau.

Salzburger Verkehrsverbund verspricht Änderung
Die Salzburg AG, Betreiberin der Lokalbahn, teilte mit, man habe großes Interesse an einer kundenfreundlichen Lösung, an der man mit dem Salzburger Verkehrsverbund (SVV) bereits arbeite.

„Es ist nicht vertretbar, dass Frauchen oder Herrchen zusätzlich zur Jahreskarte den 1,5-fachen Preis für den Hund zu bezahlen haben“, so der SVV auf Anfrage. Man wolle bald eine Lösung beschließen, die mit der nächsten Tarifanpassung umgesetzt werden könne. Eine Gratismitnahme gebe es schon jetzt für Assistenz-, Blinden- oder Polizeihunde sowie „kleine ungefährliche Tiere in geeigneten Behältnissen“.

Auch Ihre Ombudsfrau findet, dass hier rasch eine Lösung her muss, immerhin besetzen die Vierbeiner ja keinen Sitzplatz. Vielleicht sollte man sich den Tiroler Verkehrsverbund als Vorbild nehmen. Dort fahren Hunde nämlich generell kostenlos.

 Ombudsfrau
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