Mo, 23. April 2018

Scheibe vor dem Aus?

09.02.2018 10:36

US-Kette Best Buy wirft CDs aus ihrem Sortiment

Einst hat die CD die Schallplatte verdrängt, jetzt droht ihr offenbar das Aus durch digitale Angebote wie Streaming und Downloads – zumindest in den USA. Denn wie das für gewöhnlich gut informierte "Billboard Magazin" berichtet, will die Elektronikkette Best Buy dort ab dem Sommer keine CDs mehr in ihren Filialen verkaufen. Und die Kette Target will den Verkauf zumindest einschränken.

Laut "Billboard Magazin" verzeichnete Best Buy im Vorjahr einen Rückgang der CD-Verkäufe um 18,5 Prozent, der erwirtschaftete Umsatz mit den silbernen Scheiben betrug gerade einmal 40 Millionen US-Dollar. Zum 1. Juli sollen deshalb sämtliche CDs aus den landesweit über 1000 Stores der Kette verschwinden. Ironie des Schicksals: Schallplatten, einst durch die CD verdrängt, sollen mindestens für die nächsten zwei Jahre noch im Sortiment bleiben.

Auch durch die Handelskette Target gerät die CD in den USA unter Druck. Hatte das Unternehmen in seinen Filialen einst 800 Musiktitel auf Lager, so seien es zuletzt weniger als 100 gewesen. Dem Bericht nach will das Unternehmen daher künftig nicht mehr vorab für bestellte CDs bezahlen, sondern nur noch für durchverkaufte Ware, die Silberlinge also auf Kommission verkaufen. Gleiches gelte für DVDs.

CD in Österreich nach wie vor wichtigster Umsatzbringer
Bis die CD zur Gänze aus den Läden verschwindet (wenn überhaupt), dürfte es allerdings noch einige Jahre dauern. Zwar legte im Vorjahr auch hierzulande laut aktuellen Zahlen des Verbands der österreichischen Musikwirtschaft das Streaming-Segment weiter zu; physische Datenträger blieben trotz Rückgängen aber der wichtigste Umsatzbringer.

Demnach steuerten Nutzer von Spotify & Co. im Vorjahr 32,6 Millionen Euro zum Gesamtmarkt bei, ein Wachstum von 86 Prozent. Den Aufwärtstrend der vergangenen Jahre konnte auch Vinyl fortsetzen, hier gab es einen Anstieg von zehn Prozent auf 7,8 Millionen Euro. Dennoch blieb der physische Markt insgesamt im Rückwärtsgang: Nach 80,6 Millionen Euro im Jahr 2015 und 73,3 Millionen Euro im Jahr 2016 landeten CD, Musik-DVD und Vinyl im Vorjahr bei 64,8 Millionen Euro. Ebenfalls geringer fiel der Umsatz mit Downloads aus: Dieser belief sich auf 13,5 Millionen Euro (minus 14,5 Prozent).

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