Mi, 25. April 2018

Abschiebung nach Eklat

06.02.2018 06:07

Blitzaktion: Grazer Islamist nach Bosnien geflogen

Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) setzt bei Abschiebungen weiter auf Tempo. In einer Blitzaktion wurde am Wochenende jener mutmaßliche Islamist zurück nach Bosnien gebracht, der im Dezember einen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Graz geplant hatte. Der Top-Anwalt des 26-Jährigen will nun dagegen vorgehen.

Paukenschlag im Justiz-Aufreger um Emir H. Wie berichtet, hatte der junge Mann in einer Sozialeinrichtung in Graz Anschlagspläne auf einen Weihnachtsmarkt in der steirischen Hauptstadt geschmiedet. Mit einem Auto wollte er wie seine Terror-Vorbilder in die Menschenmenge rasen. Dennoch reichte das nicht aus, um die U-Haft zu verlängern. Das OLG gab einer Beschwerde des Rechtsvertreters des 26-Jährigen Folge und ordnete die Entlassung an.

Am Wochenende nun die Wende in der Affäre: In einer Blitzaktion wurde der Scharia-Bekenner per Flugzeug in seine Heimat gebracht. Dort soll er sich nun als freier Mann in Banja Luka aufhalten. Das Verfahren in Österreich läuft weiter. Jener verurteilte Dschihadist, der in Graz psychologisch betreut wird und Mindestsicherung kassiert, bleibt hingegen weiter unbehelligt.

Anwalt: "Absoluter Eingriff in seine Rechte"
Während Innenminister Kickl auf Abschiebungen setzt, ist Wolfgang Blaschitz, Anwalt von Emir H., empört: "Das ist ein absoluter Eingriff in seine Rechte. Ich werde das bekämpfen. Der junge Mann hat einen legalen Aufenthaltstitel in Österreich."

Gregor Brandl, Christoph Budin, Kronen Zeitung

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