In den USA wurde gewählt und Großmaul Donald Trump ein gewaltiger Denkzettel verpasst. Die Demokraten haben die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses erobert. Ein blauer politischer Tsunami, den der Präsident nicht ignorieren kann. Viele Amerikaner haben genug von Lügen, Hassreden und Spaltung. Sie wollen einen volksnahen Präsidenten, der sich um ihre Alltagssorgen kümmert, statt selbstverliebt in den goldenen Spiegel zu blicken. Trump verwechselt Macht mit Größe. Wer Menschen bei Razzien der Einwanderungsbehörde ICE in Angst versetzt, darf sich nicht nach dem Motto „Ich bin das Gesetz“ über den Rechtsstaat hinwegsetzen. Gesetze müssen durchgesetzt werden, aber niemals auf Kosten der Menschlichkeit. Während Familien unter den Lebenshaltungskosten verarmen, verdient Trumps Familie mit Krypto-Geschäften Milliarden. Seine Zollpolitik belastet weltweit Unternehmen und sorgt für massive Unsicherheit in Europa. Der neue Diesel-Deal mit Putin stellt zudem die Glaubwürdigkeit der westlichen Sanktionspolitik infrage. Auch wir in Österreich spüren die Folgen dieser Machtpolitik: steigende Preise und Sorgen um Arbeitsplätze. Gleichzeitig kämpfen in der Ukraine Familien unter russischen Bomben täglich ums nackte Überleben. Der Krieg ist nicht weit weg und seine Folgen reichen bis in unseren Alltag. Dieses Wahlergebnis beendet Trumps Präsidentschaft nicht, aber es bremst seine politische Narrenfreiheit. Auch ein US-Präsident kann nicht schalten und walten, wie er will. Die Bürger haben ihm einen klaren Riegel vorgeschoben. Wir brauchen ein Amerika, das wieder Hoffnung schenkt und die Freiheit demokratisch verteidigt, für uns alle.
Alessandro Ferrari, Wien
Erschienen am Do, 5.11.2026
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