Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz könnte einem schon fast leidtun. Er taumelt von einer Wahlniederlage zur nächsten. Aber selbstverständlich wird der Kurs fortgesetzt. Dies hat Merz unmittelbar nach den Ergebnissen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern bekannt gegeben. Warum sollte man anhand solcher Wahlergebnisse auch etwas verändern? Die Wähler haben die Inhalte und Absichten ganz einfach nicht gut genug verstanden. Dies war ja auch so eine Botschaft nach der Wahl in Sachsen-Anhalt. Es gilt eben, Dinge zu widerlegen und vielleicht auch manchmal den Kurs abzuändern. Weitermachen wie bisher ist sicherlich kein Erfolgsrezept. Und natürlich waren die letzten Ereignisse auch eine klare Absage an eine völlig fehlgeleitete Ukraine-Politik. Die Milliarden werden weiterhin in den Krieg investiert, und täglich wird die Konfrontation mit Russland beschworen. Die Gesellschaft auf Kriegstüchtigkeit zu programmieren, ist eben kein besonders gutes Argument, um Wahlen zu gewinnen. Eine gefährliche Politik, die eine totale Eskalation auf europäischem Boden wieder greifbarer macht.
Wolfgang Knapp, Höfen (Tirol)
Erschienen am Do, 24.9.2026
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