Am Beispiel der Wehrdienstreform lässt sich erkennen, dass unsere Koalitionsregierung große Probleme anscheinend nicht zu lösen vermag. Nun hat die Bundesheer-Reformkommission nach monatelanger, parteiübergreifender und akribischer Arbeit seriöse Vorschläge ausgearbeitet und der Regierung quasi einen „Elfmeter aufgelegt“. Der Erste, der diesen „vergeigt“ hat, war der Bundeskanzler mit seiner meines Erachtens entscheidungsschwachen Forderung nach einer Volksbefragung. Was von dieser Reform jetzt noch zu erwarten ist, ist unschwer zu prognostizieren: ein (fauler) Kompromiss. Nach Heraklit das hohe Ziel der Feigheit. Ebenso feig war, dass in dem Zusammenhang im Sinne der Gleichberechtigung nicht auch eine allgemeine Dienstpflicht für Frauen thematisiert wurde.
Ludwig Daucher, Gmunden
Erschienen am Fr, 24.7.2026
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