Jeder kennt das: dass ein Rezept, ein Heilverfahren bzw. eine CT- oder MRT-Untersuchung „genehmigt“ werden muss. Ich frage mich da schon lang, wer sich da anmaßt, meinen Arzt (der mich behandelt und somit auch näher kennt) zu überprüfen, ob das Geforderte auch wirklich nötig ist. Braucht da jemand eine Daseinsberechtigung, damit die Kosten eines Besserwissers gerechtfertigt scheinen? Da redet man hin und her wegen diverser Einsparungen, und dann braucht’s Bewilligungen für Dinge, die ein Arzt verschreibt, der den Patienten viel besser kennt als alle anderen in diesem Versicherungsapparate-Moloch. Manchmal bekommt man den Eindruck, dass diverse Versicherungsanstalten eher den Eigennutz im Fokus haben als ihre Klienten. Denn wenn da etwa ein teures Medikament verschrieben wird, dann kann das wohl in den meisten Fällen nicht durch Aspirin ersetzt werden. Und wenn jemand in die „Röhre“ muss, dann sicherlich nicht zum Spaß. Und Handauflegen wird da auch nicht weiterhelfen. Also: Wenn nun ein Arzt oder eine Ärztin was verschreibt, dann sollte das nicht unnötigerweise noch hinterfragt werden müssen, sondern besser außer Frage gestellt werden. Punkt. Spart euch Besserwisser, die es nicht besser wissen (können).
Hermann Edelhauser, Niedersulz
Erschienen am Do, 23.7.2026
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