Gemäß der Prognose des Fiskalrats müssen im Staatshaushalt in den kommenden zwei Jahren zusätzlich 5,7 Milliarden Euro eingespart werden. Es wird nicht ausreichen, die Bürger zu belasten und bei Bildung und Landesverteidigung zu sparen. Es fehlen Strukturreformen. Organisationen, die wie Moloche immer mehr Geld benötigen, vergrößern nur die Verwaltung, aber nicht ihre Leistungsfähigkeit. Der Fiskalrat fordert unter anderem eine Strukturreform im Gesundheitssystem. Unser Gesundheitswesen ist breit aufgestellt, es gibt jedoch gravierende Mängel und es ist viel zu teuer. Insgesamt zeigen die Zahlen, dass die Gesundheitsausgaben deutlich stärker steigen als das BIP. Die Staatsausgaben für Gesundheit in Österreich betragen ca. 64 Milliarden Euro, was 12,5% des BIP entspricht. Zum Vergleich: In Dänemark werden nur 10,4% des BIP für das Gesundheitssystem ausgegeben. Das dänische System zeichnet sich durch kurze Wartezeiten bei medizinischen Behandlungen und eine hohe Patientenfreundlichkeit aus. Laut Fiskalrat ist das österreichische Gesundheitssystem hingegen von ineffizienten Zuständigkeiten, Finanzierungsstrukturen und Datenaustauschverfahren sowie einer mangelhaften Patientenlenkung geprägt.
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