Schön, dass Sebastian Kurz dank seines rechtzeitig erfolgten Absprungs aus der Politik und seiner während der Kanzlerschaft erworbenen geschäftlichen Verbindungen in alle Welt nun ohne einen Lottogewinn bei Euromillionen in der Privatwirtschaft reicher als reich geworden ist. Es zeigt sich einmal mehr, dass wichtige politische, vom Steuerzahler finanzierte Positionen in den allermeisten Fällen in weiterer Folge zu dauerhaftem persönlichen Wohlstand führen, und das ist auch der Grund, warum es nach wie vor viele Menschen in die Politik drängt. Nicht Idealismus, sondern Opportunismus spielt da schon lange eine tragende Rolle. Und der Einstieg ist relativ einfach. Man muss lediglich von sich selbst überzeugt sein und ein wenig frei reden können, um rasch irgendeine politische Funktion in einer Partei in Österreich übernehmen zu können. Oft ohne ausreichende Bildung, ohne unabhängig überwachtes Auswahlverfahren und ohne nachgewiesenes Fachwissen. Basti Fantasti gibt den Weg vor, von dem viele andere Politiker noch träumen. Er selbst wird wohl der österreichischen Innenpolitik längerfristig erspart bleiben. Sein hinterlassenes politisches Erbe hingegen wird uns noch länger beschäftigen.
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