Was die Spatzen längst von den Dächern pfiffen, ist Wahrheit geworden. Die von den Gebührenzahlern finanzierte Schmierenkomödie fand ihr vorausgesagtes Ende. Wie nicht anders zu erwarten, wird der Wunschkandidat der ÖVP, Clemens Pig, neuer ORF-Chef. Einer möglichen rechtlichen Anfechtung sehe er gelassen entgegen. Er vertraue auf den funktionierenden Rechtsstaat. Vielmehr sollte er sagen, er vertraue dem funktionierenden Parteiapparat. Auch unterlegene Bewerber könnten seine Bestellung anfechten, wenn sie der Meinung sind, besser qualifiziert zu sein. Erfreulicherweise könnten das auch Beitragszahler tun. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, doch das Ergebnis steht nun fest. Die Politik hat die ORF-Wahl entschieden. Von Entpolitisierung kann keine Rede sein. Es wird weiter alter Wein in neuen Schläuchen fließen.
Marjan Pandel-Nittnaus, Langenzersdorf
Erschienen am Sa, 13.6.2026
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