Rund ein Viertel der österreichischen Schulabgänger können nicht sinnerfassend lesen und schreiben. In Mathematik dürfte das Ergebnis ähnlich erschreckend sein. Mit diesem Bildungsniveau wird es schwer bis unmöglich, am Arbeitsmarkt zu bestehen. Die Gründe für diese inakzeptable Situation sind bekannt. Massive sprachliche Defizite, veraltete Lehrinhalte und organisatorische Mängel im Schulbereich. Obwohl Österreich bei den Bildungsausgaben im europäische Spitzenfeld liegt, ist das Ergebnis enttäuschend. Bildungsminister Christoph Wiederkehr versucht nun, aktiv gegenzusteuern. Die erst in Ansätzen bekannte Bildungsreform des Bundesministers ruft umgehend Gegner auf den Plan. Selbsternannte Bildungsexperten aus allen Bereichen scheinen zu wissen, was im Bildungsbereich falsch läuft, was nicht veränderbar ist und welche Lehrinhalte nicht geändert werden dürfen. Dabei ist die Frage einfach: Was muss Bildung und Schule vermitteln, um am Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein und im täglichen Leben zurechtzukommen? Lerninhalte, die seit Jahrzehnten im Lehrplan stehen, dürfen und müssen hinterfragt werden. Wenn Schüler dem Unterricht mangels sprachlicher Kompetenz nicht folgen können, muss alles unternommen werden, das zu ändern. Es geht um die Zukunft junger Menschen. Der Bildungsminister trägt dafür Verantwortung und muss Reformen setzen. Der politische Mitbewerber, die Medien und die Gesellschaft müssen sich unaufgeregt und sachlich einbringen. Österreichs wertvollste Rohstoffe sind Bildung, Wissen und handwerkliche Professionalität der Menschen. Der Bildungsminister ist gefordert, die erforderlichen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.
Franz Peer, Linz
Erschienen am Do, 7.5.2026
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