Im Nationalrat wurde wieder einmal mit großer Leidenschaft diskutiert, diesmal über die österreichische Unterstützung für die Ukraine. Auffällig war weniger der Inhalt als die Lautstärke: Während die einen vor zu hohen Kosten warnen, betonen die anderen die Bedeutung humanitärer Hilfe. Dazwischen fliegen Begriffe wie „Korruption“, „Propaganda“ und „moralisches Maß“ so munter durch den Saal, dass man fast vergisst, dass es eigentlich um konkrete Zahlen und nachvollziehbare Entscheidungen gehen sollte. Österreich hat jedenfalls drei Millionen Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds für Winterhilfe bereitgestellt, ein Fakt, der in der Debatte erstaunlich klein wirkt. Vielleicht wäre es hilfreich, wenn sich alle Beteiligten gelegentlich daran erinnern, dass Politik nicht nur aus Schlagworten besteht, sondern auch aus nüchternen Informationen. Ironischerweise wäre das wohl der leiseste Teil der Diskussion.
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