Das freie Wort

Europas Selbstzerstörung

Man kann sich dem brillanten Befund von Michael Galibov, dem Vizepräsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde, zur Lage in Europa nur vollinhaltlich anschließen. Und es ist in der Realität noch schlimmer, denn Europa hat seine „christlich-jüdischen Wurzeln“ nicht nur vergessen, sondern verraten. Man holt mit dem Argument der Demografie, des Fachkräftemangels und der Pensionssicherung unkontrollierte Migrationsströme aus völlig konträren Kulturkreisen auf den Kontinent, die genannte Probleme nicht nur nicht entschärfen, sondern zusätzliche Probleme importieren. Linksextreme Ideologien, falsch interpretierter und einseitiger Liberalismus und woke Ansätze zerstören die gesellschaftlichen und ökonomischen Strukturen von innen, wobei verordnete Sprachregelungen fast verbieten, die Problemzonen beim Namen zu nennen. Brüssel befeuert die Entwicklung zusätzlich mit Unsinnigkeiten und überzogenen Reglementierungen und leistet einen nicht unerheblichen Anteil zur Selbstzerstörung der europäischen Wirtschaft. Auch der Antisemitismus wächst, denn während man die dritte und vierte Nachkriegsgeneration noch immer mit den Nazi-Verbrechen konfrontiert, entsteht ein aktuell gefährlicher Antisemitismus, an dem teilweise sogar Staaten beteiligt sind und der gerne unthematisiert bleibt. Diese dumpfe, ursprünglich rechtsextreme Gesinnung ist glücklicherweise kaum mehr vorhanden, doch vor allem der importierte radikalislamische und der fast militante linksextreme Antisemitismus nehmen bedauerlicherweise an Fahrt auf.

Mag. Martin Behrens, Wien

Erschienen am Mi, 8.10.2025

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