Das freie Wort

Medienverständnis

Die FPÖ lenkt gerade von ihrem schon oft und unmissverständlich zum Ausdruck gebrachten Medienverständnis ab. Man tut einfach so, als ginge es nur um den ORF. Darüber, dass der ORF sparen muss, sind sich vermutlich sogar alle Bürger einig. Aber über das Wie und Wo hoffentlich nicht. Weil zwischen Sparen und Zwangsschrumpfung auf einen „Grundfunk“ ein Unterschied ist. In der heimischen Medienlandschaft aufräumen bedeutet auf Freiheitlich nämlich nichts anderes als berechtigte kritische Berichterstattung gegenüber der FPÖ bestmöglich zu unterbinden. Mittels Entzug der staatlichen Presseförderung, Umbesetzungen in Redaktionen und Inseratenvergabe fast ausschließlich nur an wohlgesonnene Medien. Bei gleichzeitigem Ausbau der parteieigenen Medienwelt, wo eine ausgezeichnete Parallelwelt geschaffen werden kann, da man neben Tatsachenverdrehungen auch wunderbar Fake News unterbringt. Mediale Umerziehung nennt sich das. Der Umbau einer Medienlandschaft ist das zentrale Instrument, um eine liberale Demokratie schrittweise auszuhebeln und um einen autoritären Staat zu erschaffen. Aber anscheinend wollen das viele Österreicher weder hören noch sehen.

Christian Stafflinger, Linz

Erschienen am Fr, 31.1.2025

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