Das freie Wort

Nein zur Zensur

Die Österreicher haben genug von dieser Zensur – das darf ich sagen. Das ist nicht das Getue von einer kleinen Minderheit, die die Mehrheit je nach Lust und Laune „geistig bevormundet“. Die deutsche Sprache wird teilweise unaussprechlich mit diesem „Es muss auch gesagt werden, dass es eine Frau gibt“. Keine einzige Frau hat durch diesen Sprach-Wahnsinn irgendeine Verbesserung erlebt. Die ewigen Belehrungen, was man alles nicht mehr sagen sollte, sind die Ausgeburt eines sprachlichen Irrsinns, der uns alle nervt. Mann oder Frau? Weit gefehlt. In der Zwischenzeit gibt es 72 – ja, richtig – 72 Geschlechtsidentitäten! Michael Pommer schreibt unter „Canceln“: Figuren, die uns durch die Kindheit begleitet haben, „sind plötzlich Rassisten, Sexisten, Tierquäler, Sklavenhalter“. „Cancel Culture“, ein neuzeitlicher Begriff, der dafür steht, dass man jemandem die Unterstützung entzieht. Canceln bedeutet: ausstreichen, ausradieren, widerrufen, aufheben, jemanden ächten, und das alles nur, weil dieser Mensch den Gender-Wahnsinn nicht mitmacht. Diese „Sprachpolizei“ ist anscheinend ebenso „unfehlbar“ wie die Sittenwächter der Taliban. Wir, die „Anti-Genderer“, werden, so hoffe ich, über die „Genderer“ siegen. Ein klares und lautes Nein zur Zensur!

Gerhard Forgatsch, Wien

Erschienen am Sa, 7.9.2024

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