Während der neue SPÖ-Vorsitzende und Möchtegern-Kanzler Babler sich gerne als Linkspopulist inszeniert, gefällt sich der ehemalige Bundespräsident Fischer ja lieber in der Rolle des belesen-belehrenden „Seitenblicke-Sozialisten“ samt entsprechenden Anekdoten in der gleichnamigen ORF-Gesellschaftssendereihe. Dieses ungleiche Duo, das auch als kafkaeske Karikatur die aktuelle innere Zerrissenheit der Sozialdemokratie (re)präsentieren könnte, möchte nun „dem Land ein drittes Schwarz-Blau ersparen“. Dafür scheint ein Herr Babler, in einer kuriosen und umstrittenen Wahl erkoren, jedoch ein denkbar schlechter Kandidat zu sein, wenn auch immer mehr prominente Genossen schon ganz offen eine pragmatischere Programmatik einfordern. Und bei einem „Seitenblick“ nach Deutschland sind viele Wähler sich sofort darüber im Klaren, was sie dem Land zuallererst besser ersparen!
Florian Stadler, Aschach/Donau
Erschienen am Mo, 8.4.2024
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