Derzeit geistert die Meldung, dass das heurige Jahr „vermutlich“ das wärmste seit 125.000 Jahren ist, durch viele Medien. Diese Berichte berufen sich auf neueste Erkenntnisse des EU-Klimawandeldienstes. Als Ursache für das heiße Jahr 2023 gelten menschgemachte Treibhausgasemissionen. Nun gibt es halbwegs zuverlässige globale Temperaturmessungen zwar erst seit dem 19. Jahrhundert, aber die EU-Klimaforscher haben „vermutlich“ die Sensation geschafft, aus der Untersuchung von Eisbohrkernen, Baumringen und Korallenablagerungen absolut zuverlässige Zahlen zu den jeweiligen Jahrestemperaturen längst vergangener Zeiten zu gewinnen. Daher haben wir es jetzt schwarz auf weiß, dass es zuletzt vor 125.000 Jahren heißer als heute war. „Vermutlich“ war auch schon damals der Mensch schuld am urgeschichtlichen Horror-Hitzejahr, mussten doch die damals zahlreich herumstreifenden Neandertalersippen zu viele klimaschädliche Feuer entfachen, um als Nichtvegetarier ein erlegtes Mammut oder anderes Getier braten zu können. Aber dazu wird uns die exakte EU-Klimawissenschaft bald Genaueres berichten können, vermute ich mal.
Gerhard Steininger, Ottensheim
Erschienen am Fr, 10.11.2023
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