Der Linzer Stadtchef disqualifiziert sich in seiner Selbstgefälligkeit. Doskozils Attacken reichen nicht, auch Bürgermeister Klaus Luger stellt sich laufend öffentlich gegen den SPÖ-Vorsitzenden. Unter anderem wirft er beim Linzer Parteitag Babler ökonomisches Unverständnis vor. Man braucht sich der Forderung nicht anzuschließen, Preissteigerungen per Verfassung zu begrenzen, doch wären Bundesgremien der richtige Boden für interne Meinungsbildung und eine geschlossene Ausrichtung. Aber diese Herren Genossen lieben es, den Bundesgremien fernzubleiben, und ziehen es vor, öffentlich gegen die Partei zu agieren. Ein Übermaß an Zuspruch erreicht Luger bei seinen Genossen jedenfalls nicht. Die Linzer Parteimitglieder stimmten mehrheitlich gegen Lugers Ansinnen, Bablers Forderung einer 32-Stunden-Woche abzulehnen. Auch spricht nicht für den amtierenden Linzer Bürgermeister, dass er bei seiner Wiederwiederwahl mit 79 Prozent, obwohl einziger Kandidat, um fast 10 Prozent weniger als im Jahr 2020 erreicht.
Norbert Hüttel, St. Ulrich bei Steyr
Erschienen am Di, 7.11.2023
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