Was Hamas-Verbrecher israelischen Zivilisten angetan haben, ist eine Gewaltorgie sondergleichen und hat zu Recht weltweites Entsetzen hervorgerufen. Es ist nur zu verständlich, wenn Israel nun versucht, diese Terrororganisation ein für alle Mal unschädlich zu machen. Wenn dabei auch zivile Einrichtungen bombardiert werden, ist das leider unvermeidbar, weil die Hamas ihr Tunnelsystem großteils unter Wohnhäusern errichtet hat. Wenn aber Palästinenser verhungern, weil ihnen die Lieferung von Lebensmitteln verwehrt wird; wenn sie verdursten, weil sie kein Trinkwasser bekommen; wenn Schwerverletzte ohne Betäubung operiert werden müssen, weil keine Schmerzmittel zur Verfügung stehen; wenn Patienten elend zugrunde gehen, weil den Spitälern der Treibstoff für die Notstromaggregate vorenthalten wird; dann ist das mindestens so schlimm wie das, was den Israelis angetan wurde. Ich würde mir daher wünschen, dass es nicht nur einen Aufschrei gibt, wenn Fahnen heruntergerissen und Friedhöfe geschändet werden, sondern auch massiven Protest gegen die zutiefst unmenschliche Blockade im Gazastreifen. Sehen wir doch bitte endlich das Leid auf beiden Seiten und nicht nur auf einer!
Christine Konwall, per E-Mail
Erschienen am Mo, 6.11.2023
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