DI Dr. Klaus Woltron sucht nach den besten Köpfen in der Politik: „Wir bräuchten sie, um den enormen Herausforderungen standzuhalten.“ Er lässt die Hoffnung aufkommen, Wunderwuzzis könnten die zerrütteten Staatsfinanzen, das kaputte Bildungssystem oder unser zerbröselndes Gesundheitswesen im Handumdrehen sanieren. Wer halbwegs bei Sinnen ist, lehnt jeden Ministerposten, geschweige denn die Bundeskanzlerfunktion dankend ab. Grund: Die Halbwahrheiten bisheriger Politiker lösen sich in nichts auf. Nur ein Beispiel: Das „reiche Österreich“ könne seine Staatsverschuldung ins Unermessliche steigern. Zwischenzeitlich erkennt jeder Laie, dass hektisches Herumschütten mit schuldenfinanzierten Milliarden im Staatsbankrott endet. Die herrschende Rekordinflation ist der erste Vorgeschmack darauf. Der größte Reformstau besteht im öffentlichen Gesundheitssektor. Bisherige Ressortleiter scheuten unpopuläre Eingriffe. Daher ist der Chefposten im Gesundheitsministerium ein Himmelfahrtskommando. Wer immer dort am Ministersessel Platz nimmt, wird das Amt als Versager verlassen. Beispiele für offene Baustellen: Ambulanz-Chaos, Gangbetten, korruptionsanfällige OP-Wartelisten und eine entfesselte Privatmedizin. Daran beißt sich selbst ein Wunderwuzzi sämtliche Zähne aus.
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