Als ausgebildeter Pädagoge in den Fächern Deutsch und Geografie möchte ich zum Thema Lehrermangel Stellung beziehen. Jahrzehntelang wurde von der Politik auf unseren Berufsstand verbal hingehaut, und viele haben noch Beifall geklatscht. In Österreich ist das Vorurteil, dass Menschen aufgrund der Ferien Lehrer werden, leider weit verbreitet. Lehrersein bedeutet aber mehr, als nur zu unterrichten, zu benoten und Ferien zu haben. Hinzu kommt, dass durch einen enormen Zuwachs bürokratischer Tätigkeiten und durch deutlich schwierigere Rahmenbedingungen (immer mehr Kinder beherrschen bei Schuleintritt die deutsche Sprache wenig bis gar nicht) unser eigentlich schöner Beruf laufend unattraktiver wird. Man braucht sich daher nicht zu wundern, warum nicht mehr genügend junge Menschen Lehrer werden wollen und Quereinsteiger, Milizsoldaten, Pensionisten oder noch Studierende zu den Rettern des Schulsystems hochstilisiert werden.
Ingo Fischer, Lavamünd
Erschienen am So, 10.9.2023
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.