Andreas Babler hätte etwas intensiver nachdenken sollen, bevor er Schicksale zum politischen Thema macht. Föderalismus ist gerade in Sachen Schwimmen höchst angebracht. Jede Schule ist unterschiedlich. Das hat etwas mit der Herkunft der Schüler zu tun. Wo es üblich ist, dass im Sommer alle schwimmen gehen, wird es für die, die nicht schwimmen können, bald peinlich, also lernt man es. Da ist für die Schule kaum Handlungsbedarf. Wo es viele Schüler migrantischer Herkunft gibt, ist die Herausforderung eine ganz andere. In Kulturen, die Schwimmen als Freizeitbeschäftigung nicht kennen, fehlt schon die Einschätzung der Gefahr durch Wasser. Wer z. B. aus dem Nahen Osten oder aus Afghanistan kommt, hat zu Wassersport keine Beziehung. Da lesen wir dann die traurigen Berichte, wo junge Afghanen zwar den Mut entwickeln, in den See zu springen – dann aber untergehen, weil sie nicht schwimmen können.
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