Wer die Wahrheit sagt, braucht bekanntlich ein schnelles Pferd. Diese alte Weisheit bewahrheitet sich mal wieder. Ein Gericht in Moskau hat den Oppositionellen Kara-Mursa, der als einer der schärfsten Kritiker des Kreml gilt, in einem politischen Schauprozess wegen Hochverrat angeklagt und ihn zu 25 Jahren Lagerhaft verurteilt. Die drakonische Strafe für Kara-Mursa und zwei versuchte Giftanschläge auf ihn zeigen, wie sehr die Staatsmacht ihn fürchtet. Putin scheint extrem viel Angst vor freiem Denken zu haben. Dennoch wird er den Menschen in Russland das Denken nicht verbieten können, zumal die Fakten über die Misserfolge der ,,militärischen Spezialoperation'' in vielen Regionen des Landes offenkundig sind.
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