Ex-Gesundheitsminister Rudi Anschober kriegt sich in seiner Freude über den endgültigen deutschen Atom-Ausstieg kaum noch ein: Seine Kolumne (16. 4.) strotzt nur so von nostalgischen Reminiszenzen an seine eigene Teilnahme an Protesten gegen AKWs und Wiederaufbereitungsanlagen. Selbst dem Einsatz von Wasserwerfern hat er standgehalten; jetzt ist er stolz über den späten „Sieg“! Doch dann fantasiert er eine Zukunft herbei, die so bestimmt nicht eintreffen wird: „Deutschlands Ausstieg ist ein Signal für andere Länder; Atom hat weltweit keine Zukunft. Diese gehört den Erneuerbaren.“ Na ja, zumindest wenn der Wind weht und die Sonne scheint. Und die nötigen neuen Leitungen und Speicher zur Verfügung stehen. Aber auf fossile Brückentechnologie wird man noch lange nicht verzichten können. Vor allem deshalb, weil die Politik die Energiewende nur halbherzig betreibt. Anschober irrt gleich doppelt: Zum einen findet „Vorbild“ Deutschland nirgendwo Nachahmer in der Welt (wer will schon „am deutschen Wesen genesen“?); zum anderen sind derzeit global besonders viele neue AKWs in Planung. Selbst Habeck ist dafür, sofern sie nicht in Deutschland stehen: In der Ukraine hat er sich ausdrücklich FÜR den Weiterbetrieb der noch immer am Netz befindlichen AKWs ausgesprochen. An die Gefahr, dass diese von Raketen und Drohnen getroffen werden könnten, hat er offenbar nicht gedacht. Doch wie steht es mit den Klimazielen? Gerade die Atomtechnik kommt deren Idealen besonders nahe! Dass Habeck als Alternative zur AKW-Abschaltung den Kohlebergbau forciert und diese Kraftwerke besonders heftige Dreckschleudern sind, wird der BRD die CO2-Bilanz gehörig verhageln. Und alle Bemühungen der ohnehin heftig umstrittenen Klima-Aktivisten zunichtemachen. Man wird sich wohl für eines entscheiden müssen: saubere Energie oder saubere Luft. Beides zusammen scheint unmöglich zu sein.
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