Das freie Wort

Frieden schaffen

Zelenskij fordert – der Westen liefert. Das also ist das „Friedens“-Projekt der Europäischen Union: mit Waffen Frieden schaffen. Eine perverse Logik. Denn wer Waffen baut und Waffen liefert, ist FÜR den Krieg und nicht gegen ihn. Ohne Waffen kann kein Krieg stattfinden. Und jede Dämonisierung des Feindes schafft unweigerlich eine weitere Eskalation, das heißt unsägliches Leid, Not, Elend und Hass, der sich bis in die nächsten Generationen fortpflanzt. Wer nach immer mehr Waffen ruft, sollte aber selber den Mut aufbringen und aus der Komfortzone bestabgesicherter Räume herauskommen und selbst an die vorderste Front gehen, anstatt die Väter, Kinder und Enkel des „gemeinen“ Volkes vorzuschicken. Es gibt nur zwei Wege, einen Krieg zu beenden. Zwei. Der eine ist Vernichtung und Auslöschung des Feindes. Der andere die Friedensverhandlung. Ein dritter wurde bisher noch nicht praktiziert: die Auslöschung beider Kriegsparteien. Durch Atomwaffen ist mittlerweile auch das möglich geworden. Aber wie kommt man zu einem echten Frieden? Um über Verhandlungen zum Frieden zu kommen, ist es unerlässlich, die Beweggründe des Gegners zu begreifen – das heißt nicht, dass man sie gutheißen muss! Gibt es nicht die Redewendung „Einmal in den Schuhen des anderen gehen“? Politiker – Männer und Frauen – aus Parteien, die sich so gerne auf „christliche“ Werte berufen, scheuen keine Kosten für geopolitische Hirngespinste. Sind die es wert, dass der Jugend auf diesem Planeten die Zukunft gestohlen wird – durch den Klimawandel, durch den Krieg, durch die Flüchtlinge und durch die aus allem folgenden Milliardenschulden, die sie, die Jugend, wird bezahlen müssen? Wer diesem Wahnsinn etwas Aussichtsreicheres entgegensetzen will, denke an die Worte „Selig sind die Friedensstifter, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden!“. Die, die nur vom Frieden reden, aber den Krieg vorbereiten und ihn rechtfertigen, sind damit sicher nicht gemeint!

Evita Evangelist, Leoben

Erschienen am Sa, 28.1.2023

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