Das Spitalssystem an der Grenze der Belastbarkeit, Allgemeinmediziner fehlen und die Reform der Gesundheitskassen ein Flop. Eine überaus prekäre Situation, die bei Politik und Ärztekammer bekannt ist, doch notwendige Maßnahmen werden nicht getroffen. Gegenseitige Schuldzuweisung und Klientelpolitik scheinen wichtiger als gemeinsame Anstrengungen, um eine effiziente und für alle leistbare Gesundheitsversorgung sicherzustellen. Neben der teuren Reparaturmedizin, von der viele gut leben, ist bemerkenswert, dass sich kaum jemand für den Ausbau und Etablierung der Präventivmedizin engagiert. Eine vernünftige Lebensweise hält die Menschen gesund und belastet das Gesundheitssystem weniger. Gesunde Ernährung, sportliche Betätigung, weniger Alkohol und Reduzierung von Übergewicht würden für weniger Arztbesuche und Krankenhausaufenthalte sorgen. Die Kosten für die Wieder-herstellung der Gesundheit, der Arbeitsfähigkeit und die Entlastung des medizinischen Personals in allen Bereichen wären der positive Effekt. Um unser Gesundheitssystem langfristig zu sichern, ist das persönliche Verantwortungsbewusstsein für den Erhalt der Gesundheit zu stärken. Jeder Einzelne hat es bis zu einem gewissen Grad selbst in der Hand, eigenverantwortlich für den Erhalt seiner Gesundheit zu sorgen. Zu fette Ernährung, massives Übergewicht und zu viel Alkohol dürfen nicht länger als Teil der typisch österreichischen Lebensweise akzeptiert werden. Unser Gesundheitssystem benötigt jetzt eine Neuausrichtung. Neben strukturellen Anpassungen im organisatorischen Bereich muss die Präventivmedizin gestärkt werden. Nur so wird sich der Andrang in den Arztpraxen und Krankenhausambulanzen in Grenzen halten.
Franz Peer, Linz
Erschienen am Mo, 9.1.2023
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