Jetzt sagt sogar unser Bundeskanzler: Bis 2030 sollen wir unabhängig von Energie aus dem Ausland sein. Ein schöner Traum, doch wie realistisch? Soeben hat dagegen die EU beschlossen, Atomkraft und Gasausbau zu fördern. Sie gibt und fördert Kredite, damit neue Atomkraftwerke gebaut und alte erneuert und ausgebaut werden. Atomkraftwerke, deren Errichtung teuer ist und die sich erst nach einer Mindestlebensdauer von 30, 40 Jahren rentieren. Was die Weiterverwendung von Erdgas anlangt, so hat unsere OMV vor wenigen Jahren mit dem Segen der Bundesregierung und des damaligen Bundeskanzlers Sebastian Kurz einen Liefervertrag mit den Russen bis zum Jahr 2040 abgeschlossen. All das zeugt nicht von Optimismus, dass wir in wenigen Jahren Gas und (Atom-) Strom aus dem Ausland nicht mehr brauchen werden. Man sollte realistisch sein und Wunschdenken nicht mit Realitäten verwechseln. Man sollte sich an tatsächlich gemachte Erfahrungen erinnern: Wie lange haben die Verfahren zur Errichtung von neuen Wasser-, Windkraft- oder Solaranlagen in der Vergangenheit gedauert, wie lange dauern jetzt schon all die Vorbereitungsmaßnahmen für die Errichtung eines neuen großen Staukraftwerkes in Tirol? Herrschaften, seid doch realistisch! Realistisch ist, dass es noch lange bis zur Unabhängigkeit von Energielieferungen aus dem Ausland dauern wird und dass die Russen demnächst die Gaslieferungen ganz einstellen werden. Denn Wirtschaftskrieg und Waffenlieferungen vertragen sich nicht mit normalem Handelsverkehr. Das Beste, was wir tun könnten, um unsere eigenen Energiequellen bestmöglich auszunutzen, wäre neben dem Ausbau von Wind- und Wasserkraft sowie von Photovoltaik die Erschließung des Schiefergases im Weinviertel. In drei bis fünf Jahren könnten wir da bei Erdgas Selbstversorger sein. Aber natürlich ist das mit den Grünen in der Regierung nicht möglich. Denn die träumen unerschütterlich den grünen Traum (aber warum fällt unser Bundeskanzler auch darauf hinein?).
Dr. Peter F. Lang, Wien
Erschienen am Do, 6.10.2022
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