Es ist völlig realitätsfern zu glauben, dass Kreml-Chef Putin nur einen einzigen Quadratzentimeter des eroberten Landes hergibt, geschweige denn die Krim. Ebenso illusorisch ist es zu glauben, dass die Ukraine siegreich aus dem Krieg hervorgehen kann. Putin wird niemals zulassen, dass Russland als Verlierer vom Schlachtfeld geht. Seine jüngsten Aussagen verdeutlichen einmal mehr, dass ihm das Schicksal anderer Völker vollkommen egal ist und er auch zum Worst Case – dem Einsatz taktischer Nuklearwaffen – bereit ist. Was die Wirtschaftssanktionen betrifft, welche die USA und die europäischen Staaten gegen Russland verhängt haben, so sollten diese so schnell wie möglich beendet werden. Sie sind nämlich in keiner Weise geeignet, den Krieg zu verkürzen. Die Auswirkungen des Krieges auf die Ökonomie der europäischen Staaten und mittlerweile auch auf andere Erdteile sind vielmehr äußerst massiv, ganz zu schweigen von den politischen Auswirkungen. Erforderlich ist es aber auch, dem ukrainischen Präsidenten Zelenskij deutlich zu vermitteln, dass sein Land diesen Krieg nicht unbegrenzt mit Unterstützung der USA und der NATO fortsetzen kann. Mit jeder weiteren Waffenlieferung werden das Leiden der Bevölkerung und die Zerstörung der Infrastruktur vergrößert und verlängert. Was es braucht, sind daher substanzielle Friedensverhandlungen. Es erfordert mehr Größe, eine Auseinandersetzung zu beenden, als sie zu führen.
Ingo Fischer, Lavamünd
Erschienen am Mo, 26.9.2022
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