Einer aktuellen deutschen Studie zufolge gelten Alleinlebende ab einem Nettoeinkommen von 3347 Euro als reich, Paare ab rund 5000 Euro. Wie diese Zahlen, die aufgrund ähnlicher Strukturen durchaus auf Österreich und andere europäische Länder übertragbar sind, zustande kamen, ist rätselhaft, aber von der Intention her möchte man möglicherweise eine Art „Reichensteuer“, ehemals Millionärssteuer, argumentieren und vorbereiten, die dann voll den gehobenen Mittelstand trifft. Die ohnehin schon geplagte Mitte, die nicht nur den Staat und die EU finanzieren muss, sondern auch im Zentrum des Umverteilungsmechanismus steht, wird dann noch weiter geschröpft. Jean-Baptiste Colbert, Finanzminister unter Ludwig XIV., hat es einst so formuliert: „Die Kunst der Besteuerung liegt darin, die Gans so zu rupfen, dass sie unter möglichst wenig Geschrei so viele Federn wie möglich lässt.“
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