Das freie Wort

Eine bittere Pille

Die Grünen zelebrierten in Villach ihren Bundeskongress. Dem Vernehmen nach gab es Jubel, Trubel, Heiterkeit. Und für den Bundessprecher, den Vizekanzler Kogler, gab es immer noch mehr als 96 Prozent der Delegiertenstimmen. Vergessen, dass die Grünen all das, wofür die Grünen früher standen, längst über Bord geworfen haben. Vergessen, dass sie die eigene Basis hinters Licht geführt haben. Wichtig ist nur das Hier und Jetzt. Wichtig ist, auf der Regierungsbank zu sitzen – so lange wie möglich und um jeden Preis. Auch um den Preis, grüne Ideale aufzugeben. Und die Grünen wissen: Die Zeit ist jetzt auf ihrer Seite. Es gibt keine Neuwahlen, weil sich die ÖVP davor fürchtet – obwohl mit Zuwarten deren Probleme (bei denen z. T. die Grünen nicht ganz unschuldig sind) sich nicht von selbst lösen. Sie werden von den Medien gestreichelt; nirgends ist was von Plagiatsvorwürfen zu hören oder gar von Rücktrittsforderungen, von Impf-, Test- und Impfstoffchaos, vom etwas sonderbaren Unfall von Koglers Fahrer, vom grünen Chorherr-Skandal in Wien, von realitätsfremden und kaum nachvollziehbaren Umweltideen usw. Grün ist, so fürchte ich, eine bittere Pille, die die Österreicher wohl oder übel schlucken müssen.

Josef Höller, per E-Mail

Erschienen am Di, 3.5.2022

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