Wer heute über 50 ist, wird sich noch gut erinnern: Die Österreicher waren 1994 aufgerufen, über den Beitritt zur EU abzustimmen. Die Menschen waren kritisch, die Stimmung eher gegen den Beitritt. Man fürchtete, gewisse Dinge künftig nicht mehr selbst bestimmen zu können. In dieser Situation versprachen Politiker die unglaublichsten Dinge: Einen Tausender mehr im Geldbörsel, der Schilling bleibt als unabhängige Währung, die EU sichert unsere Pensionen. Es ginge doch nur um den freien Warenverkehr, aber wir bestimmen weiter selbst über unser Land – all dies wurde anscheinend geglaubt. Und heute? Nun herrscht ein unglaublicher Eiertanz um die Frage, ob Österreich die Gaslieferungen in Rubel bezahlen darf. Ja geht’s noch? Wir brauchen dieses Gas, egal, wie die von niemandem gewählte Frau von der Leyen darüber denkt. Es ist unser Geld, es wurde in Österreich verdient. Wenn die Regierung unsicher ist, soll sie doch das Volk fragen, ob man in Zukunft nur noch kalt duschen und in ungeheizten Wohnungen sitzen möchte, ob man bereit ist, Zelenskij zuliebe seinen Arbeitsplatz zu opfern. Herr Scholz jedoch tat soeben im „Time Magazine“ kund: Man darf das Volk nicht allzu ernst nehmen.
Martin Gasser, Neumarkt
Erschienen am Di, 3.5.2022
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