Das freie Wort

Widersprüche

In Österreich wird alles mobilisiert, was die Impfbereitschaft noch steigern könnte. Es wird nicht einmal davor zurückgeschreckt, im Stephansdom eine Impfstraße einzurichten. Der Gesundheitsminister will sogar alle Kinder ab zwölf Jahren impfen, obwohl WHO, Weltärztepräsident, die deutsche Ständige Impfkommission, Wissenschafter und Forschungsinstitute die Impfung dieser Bevölkerungsgruppe wegen fehlender Daten nicht bzw. vorläufig nicht empfehlen. Das heißt: Es wird davon abgeraten. Und dann kann man lesen: „Daten aus britischen Krankenhäusern zeigen: 40 Prozent der Covid-Patienten waren geimpft. ob einmal oder zweimal, ist unklar. Das teilte Regierungsberater Patrick Vallance auf Twitter mit.“ Und zusätzlich gibt es für alle vier in der EU nur bedingt zugelassenen Corona-Impfstoffe entweder von den Produzenten selbst oder von den Gesundheitsbehörden Warnungen vor Herzmuskelentzündungen, Thrombosen und Nervenkrankheiten, die als Folge der Impfung auftreten können. Es wird auch davor gewarnt, Menschen mit dem sogenannten Kapillarlecksyndrom zu impfen, da das „in einigen Fällen“ sogar den Tod zur Folge hatte. Da bedarf es schon einer gehörigen Portion Optimismus, um einen Ansturm auf die Impfstellen zu erwarten.

Josef Höller, per E-Mail

Erschienen am Sa, 24.7.2021

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