Die aktuelle Schlammschlacht in der SPÖ ist keineswegs als individuelles Phänomen anzusehen. Schon vor der Jahrtausendwende, nach dem Ende der Ära Kreisky, wurde deutlich: Die traditionellen Arbeiterparteien verlieren an Mitgliedern und Sympathisanten, und diese ausgedünnte Basis ermöglicht es kleinen Gruppen, von der „Toskana-Fraktion“ bis zu den Radikalfeministinnen, den Parteiapparat zu durchwachsen. Größere Erfolgsaussichten böte zwar eine populistische Linie, aber die wird von den Edellinken offenbar der misera plebs zugeordnet. Traurig.
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