Das freie Wort

„Wasserstoff-Wende“

Sehr geehrter Herr Schumi, tatsächlich sollte man den Experten trauen, wenn diese Kommentare zum Thema Wasserstoff verfassen. Dass dabei die Vorreiterrolle aber ein Wunschtraum der Österreicher sei, dem muss ich hier entschieden entgegentreten!!! Aber nicht nur Ihnen, auch Ihren Kollegen bei der „Krone“ und in anderen Redaktionen sei gesagt, Österreich, genauer die TU Wien, das Institut für Verfahrenstechnik unter Professor Hermann Hofbauer und seinen Assistenten und Studenten, hat ein preisgekröntes Verfahren der Gasifikation „Dual Fluidized Bed“, kurz DFB genannt, entwickelt. Die GRE-Gruppe hat dieses Verfahren marktreif gemacht und daraus ein „Carbonrecycling“, eine auf regionalen Rohstoffen basierte Kreislaufwirtschaft entwickelt (greg.tv). In Güssing steht die erste Anlage der Welt, in der dieses Verfahren in über 97.000 Stunden, in industrieller Größenordnung positiv erprobt wurde. Davon hat auch Arnold Schwarzenegger gesprochen, als er vor Jahren schon gesagt hat, „ die ganze Welt soll wie Güssing werden ...“! (übers. v. Verf.) Ganz konkret kann vermittels dieses DFB-Verfahrens neben synthetischem Treibstoff auch Wasserstoff erzeugt werden. Dies zu absolut konkurrenzfähigen Preisen und jedenfalls deutlich (um fast zwei Drittel!) günstiger als bei der Elektrolyse, dem gängigen Verfahren. Derzeit sind solche DFB-Anlagen (weltweit) in Deutschland, Schweden, Japan und Thailand im Einsatz. In Österreich, obwohl hier erfunden, ist die DFB-Technologie kaum bekannt, geschweige denn im Einsatz Laut Biomasse-Verband gibt es in Österreich gut 700 notleidende Biomasse-Anlagen ..., jedenfalls ausreichend Standorte ... „Carbonrecycling“ ist das Bioraffinerie-Konzept das die GRE-Gruppe in Kooperation mit der TU Wien am Standort Güssing entwickelt hat und mit dem sich fast jedes biogene oder Kohlenstoff-hältige Material (komplexe Polymere), also auch „mit Plastik kontaminierte“ Biomassen, lackierte Türrahmen und Klärschlämme etc. verarbeiten lassen. Mit dem dabei entstehenden Produktgas werden Kohle, Öl und Erdgas, also alle fossilen Energieträger, vollständig ersetzt, eben durch nachhaltige regionale Rohstoffe komplett substituiert und, ebenso Wasserstoff, konkurrenzlos günstig und regional hergestellt. Keine Rede von zu teuer! Unter der aktiven Mithilfe der Bevölkerung (den Betroffenen) und der Politik (die gewählt werden wollen) wäre Österreich in der Lage, sich weitgehend selbst zu versorgen. Dazu hätte es auch einer Kooperation mit MAN, heute WSA-Gruppe, bedurft, um die (neuen) gesetzlichen Vorgaben zur Mobilität aus eigener Kraft zu stemmen. Die dezentralen Bioraffinerien schaffen nachhaltigen Wohlstand, viele Arbeitsplätze und vor allem eine wirtschaftliche und nachhaltige Zukunft in Zusammenarbeit mit der engagierten, hungrigen Jugend.

Michael J. Dichand, per E-Mail

Erschienen am Mo, 19.7.2021

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