Man lässt Stadien in den Regenbogenfarben erglühen, schwenkt dazu auch noch die Regenbogenfahnen. Ein Leserbriefschreiber schlägt sogar vor, Moscheen in diesen Farben leuchten zu lassen (!!!!). Alles im Namen der Solidarität. Dass in Katar – wo die nächste Fußball-WM stattfindet – Homosexualität mit einer langen Gefängnisstrafe geahndet wird, scheint dagegen niemanden großartig zu beunruhigen. Außerdem wurden beim Bau der Stadien jede Menge Menschenrechtsverletzungen begangen. Dagegen wurde zwar ein bisschen protestiert – nur um den Schein zu wahren. Aber dabei sein ist alles. Keiner will sich den Ruhm entgehen lassen. Also werden alle Vorurteile beiseitegeschoben. Und Millionen und Abermillionen Menschen werden diesem Spektakel im Fernsehen beiwohnen. So viel zur Solidarität, die anscheinend nur dann stattfindet, wenn es gerade genehm ist.
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