Es ist löblich, dass sich die grüne Justizministerin Alma Zadić nun, nach langer Zeit, bei Homosexuellen für deren erlittenes Unrecht, das vor Jahrzehnten oft in der Haft endete, entschuldigt. Das ist ein guter Anfang, bringt diesen aber weiter nicht viel. Es ist zwar schon lange her, als ich in jungen Jahren einige Jahre als Justizwachebeamter tätig war. Damals landete mancher Homosexuelle wegen seiner sexuellen Orientierung für einige Monate im Gefängnis. Schon damals, als junger Mensch, verstand ich diese Vorgangsweise nicht und bezweifelte die Sinnhaftigkeit dieser strafgesetzlichen Maßnahme. Dass in späterer Folge diesbezüglich einmal ein Umdenken in die richtige Richtung erfolgen würde, war damals noch nicht vorauszusehen.
Franz Köfel, Völs
Erschienen am Do, 10.6.2021
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