Interessant, wer jetzt aller bei Vater Staat anklopft, um wegen der Covid-Pandemie diverse finanzielle Überbrückungshilfen aus Steuermitteln zu erhalten. Für eine gewisse Notzeit ist dies absolut verständlich, weil wir alle – und dazu gehören natürlich auch Unternehmen, Vereine und NGOs – den Staat zusammen als Ganzes abbilden. Jüngst um Überbrückungshilfen ansuchende Sportvereine sind nach den Nachtklubbesitzern sozusagen die Letztversion der hoffnungsvollen Bittsteller, doch sollte man speziell im Sportbereich vorsichtig mit Geldern der Allgemeinheit umgehen. Denn Sport ist heutzutage Big Business, an dem in der Regel wenige extrem viel absahnen. Keinesfalls darf es dazu kommen, dass der Steuerzahler über die Hintertür zur Bezahlung von unmoralisch hohen Spielertransfersummen bei diversen Fußballvereinen herangezogen wird und dazu auch noch das jeweilige Vereinskonto für Extrabonuszahlungen zusätzlich auffüllt. Ich hoffe, dass gerade in diesen Förderbereichen seitens der Finanzbehörden wirklich genau kontrolliert werden wird.
Martin Krämer, per E-Mail
Erschienen am Mo, 5.10.2020
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