Das freie Wort

„Blinkverweigerung“

Das Verhalten im Straßenverkehr wird immer disziplinloser und spiegelt die gesellschaftliche Entwicklung wider. Es sind aber nicht nur die Raser oder teilweise auch die Langsamfahrer, die nerven, gefährden oder blockieren, sondern es gibt eine ganze Reihe anderer merkwürdiger Verhaltensweisen. Eine ganz bestimmte Spezies sind die Blinkverweigerer, die Richtungsänderungen so nach dem Motto „Wohin ich fahre, geht niemanden etwas an“ grundsätzlich und systematisch nicht anzeigen. Das ist aber eine wesentliche Norm der Straßenverkehrsordnung und hat den Sinn, einerseits das Risikopotenzial zu reduzieren, und andererseits den Verkehrsablauf zu beschleunigen. Das rigoros zu bestrafen wäre ein staatliches Geschäftsmodell, mit dem man anfangen könnte, die Corona-Kosten zu refinanzieren.

Mag. Martin Behrens, Wien

Erschienen am So, 4.10.2020

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