Das freie Wort

Keine Solidarität bei Gesundheitsrisiken?

Heimkehrer von Auslandsurlauben sollten keine Gratis-Corona-Tests erhalten, meinen derzeit viele Leserbriefschreiber. Schließlich hätten sie sich freiwillig der Infektionsgefahr ausgesetzt, und dafür dürfe man nicht die Allgemeinheit zahlen lassen, so ihr Argument. Liebe Leute, habt Ihr euch wirklich überlegt, ob diese Forderung schlussendlich nicht ein Schuss ins eigene Knie ist? Wer von euch war noch nie unvernünftig, hat seine Gesundheit noch nie durch falsche Ernährung, Rauchen oder zu viel Alkohol geschädigt? Wer hat sich noch nie am Wochenende mit dem Auto oder Motorrad in den gefährlichen Ausflugsverkehr gestürzt oder ist auf ausgesetzten Wegen auf hohe Gipfel gewandert? Wer hat sich in seiner Freizeit noch nie gesundheitlichen Risiken ausgesetzt, sei es nun beim Heimwerken auf dem Hausdach oder bei einer rasanten Skiabfahrt? Wer all das noch nie gemacht hat oder bereit ist, die Folgen seines risikoreichen Verhaltens in jedem Fall selbst zu bezahlen, der werfe den ersten Stein. Alle anderen sollten ein wenig innehalten und überlegen, ob eine Entsolidarisierung im Gesundheitsbereich wirklich der richtige Weg aus der Corona-Krise ist.

Gerhard Steininger, Ottensheim

Erschienen am Di, 25.8.2020

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