Das freie Wort

Corona lässt niemanden kalt

Wohl niemand wird bestreiten, dass die aktuelle Lage eine unbekannte, außergewöhnliche Herausfordung für uns alle ist. Corona lässt niemand kalt. Weil es nun mal uns alle angeht. Aber wenn wir uns unserer Eigenverantwortung bewusst sind und zusammenhalten, stehen wir das gemeinsam durch. Auf das Schärfste verurteilen kann ich nur jenen Teil unserer Gesellschaft, der selbst vor einer Krise wie dieser nicht haltmacht, und via Internet versucht, mit Verschwörungstheorien und Fake-News Angst und Panik zu schüren. Eigentlich unglaublich, dass sich immer noch so viele darauf einlassen und all dem Schwachsinn Glauben schenken. Aber zum Glück gibt es sogar in dieser Situation wesentlich mehr Gründe für Lob als Kritik. Zum Beispiel für jenen Großteil der Österreicher, die Einsicht und Verständnis für einschneidende, aber leider notwendige Maßnahmen zeigen. Oder unsere Regierung, die verantwortungsbewusst mit der nötigen Ernsthaftigkeit an die Sache herangeht. Ein lautstarkes Danke gebührt natürlich auch den Mitarbeitern der Krisenstäbe, den Einsatzkräften und dem gesamten Gesundheitspersonal, die alle extrem gefordert sind und ihr Bestes für uns alle geben. Lob und Anerkennung haben sich ein wenig überraschend aber auch alle Oppositionsparteien verdient. Weil sie erkannt haben, dass jetzt die Zeit für Zusammenhalt und nicht für politisches Kleingeld ist. Nicht gerade kleine Teile der heutigen Bevölkerung sind extreme Egoisten und kalt wie ein Stein gewor-den. Jetzt aber haben wir die Chance zu beweisen, was noch alles in uns steckt. Ja, jetzt ist jeder Einzelne gefordert. Aber mit Ein-sicht, Solidarität und Eigenverantwortung können wir auch so eine Situation bewältigen. Wir müssen jetzt alle an einem Strang ziehen. Denn nur gemeinsam sind wir stark!

Christian Stafflinger, Linz

Erschienen am So, 15.3.2020

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