Das freie Wort

Kopfschütteln über Kassenboss

Berhard Wurzer, Generaldirektor der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK), lässt aufhorchen: Die ÖGK wolle künftig mit den Krankenanstalten Partnerschaften eingehen und sich an den Kosten des Spitalspersonals beteiligen. Ambulanzärzte, welche auf diese Weise von der Sozialversicherung mitfinanziert werden, sollen künftig unter anderem Vorsorge- und Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen erbringen. Wurzers Parteifreunde müssen sich die Haare raufen, ruft doch die Volkspartei seit Jahrzehnten nach Auslagerung von Spitalsleistungen. Statt dem an der Belastungsgrenze arbeitenden Krankenhauspersonal Hilfe zu verschaffen, verstärkt der ÖGK-Boss den Ansturm auf Spitalsambulanzen.

Dr. Wolfgang Geppert, Wien

Erschienen am Mi, 11.3.2020

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